Stahlgewicht und Wasservolumen berechnen.
Das Rohrvolumen ist die innere Kapazität einer Rohrleitung, die für Füllen, Entleeren, Spülen und den Wasserbedarf bei Druckproben von Fluidsystemen benötigt wird. Dieser Rechner gibt das Volumen in Liter, Gallonen und Kubikmeter aus Innendurchmesser und Länge zurück – unter Verwendung der tatsächlichen NPS-Schedule-Innendurchmesser statt der Nennweiten, damit Schätzungen der Realität entsprechen.
Volumen V = (π × D² / 4) × L, wobei D der Innendurchmesser und L die Länge sind. Für Nennrohrdurchmesser-Eingaben schlägt der Rechner den tatsächlichen ID gemäß ASME B36.10 Schedule 40 oder B36.19 für Edelstahlrohre nach. Wichtig: Nennweite und ID weichen ab – 1-Zoll-Schedule-40-Rohr hat 26,6 mm ID, nicht 25,4 mm. Ab Nennweite 12 Zoll und größer entspricht NPS dem Außendurchmesser, der ID hängt von der Schedule ab. Aufsummierung über das gesamte System ergibt das Gesamtvolumen – wichtig für die Auswahl von Füllpumpen, Entleerungszeiten, Spülmengen und Druckprüfungswasservolumen.
Ein Inbetriebnahmeingenieur, der eine Kaltwasseranlage mit 1.200 m DN150 und 400 m DN100 füllt, ermittelt 28 m³ Rohrleitungsinhalt. Bei einem Füllvolumenstrom von 200 l/min sind 2,3 Stunden erforderlich – als Füllfenster für die Inbetriebnahme geplant.
Ein Rohrleitungsprüfer, der eine Druckprobe an einem vorgefertigten Rohrstück vorbereitet, benötigt 850 Liter; der Rechner berechnet das Volumen auf 1 % genau, und der Prüfer bestellt drei 300-Liter-Druckwasser-Behälter.
Ein Kesselreinigungstechniker, der die Trinatriumphosphat-Menge für eine 240-m-DN50-Kondensatleitung ermittelt, erhält 220 Liter Rohrleitungsinhalt und dosiert auf 0,5-%-Konzentration.
Der Nennrohrdurchmesser (NPS) ist eine Bezeichnung, keine Maßangabe. Der tatsächliche ID hängt von der Schedule (Wanddicke) ab. Für 1-Zoll-Schedule-40-Rohr beträgt OD 33,4 mm und Wanddicke 3,38 mm, was ID = 26,6 mm ergibt – deutlich abweichend von der 'nominellen' 25,4 mm.
Für grobe Schätzungen beträgt das Armaturenvolumen 2–5 % des Rohrleitungsvolumens und wird oft vernachlässigt. Für präzise Dosierung oder Umweltkonformität das Armaturenvolumen aus dem Herstellerkatalog addieren.
1 m³ = 1.000 Liter = 264,2 US-Gallonen = 220 imperiale Gallonen. Immer prüfen, ob US- oder imperiale Gallonen gemeint sind – der Unterschied beträgt 20 %.